KI-Prompts für Podcaster.
Fertige Prompts für ChatGPT und Claude, für jeden Schritt deiner Folge.
Du sitzt nach der Aufnahme vor dem leeren Dokument. Shownotes schreiben, einen Titel finden, Posts für LinkedIn und Instagram, und eigentlich wolltest du heute auch noch die nächste Folge vorbereiten. Genau hier nimmt dir KI eine Menge Arbeit ab, wenn du ihr die richtigen Anweisungen gibst.
Die kurze Antwort lautet so. KI-Tools wie ChatGPT oder Claude helfen dir bei allem rund um deine Folge, von der Themenidee über Interviewfragen bis zu Shownotes, Titeln und Social-Media-Posts. Was sie nicht können, ist deine Haltung, deine Erfahrung und deine Stimme ersetzen. Die liefert weiter nur einer, nämlich du.
In diesem Beitrag bekommst du fertige Prompts für jeden Schritt deiner Folge, zum Kopieren und Anpassen. Dazu zeige ich dir, wie ein guter Prompt aufgebaut ist und welche Tools wir bei Studio M nutzen.
Welche KI-Tools eignen sich für Podcaster?
Für Texte rund um deinen Podcast reichen dir zwei, drei Tools. Jedes hat seine Stärken, und welches am besten passt, hängt vom Einsatzzweck ab.
| Tool | Stark bei | Im Podcast gut für |
|---|---|---|
| ChatGPT | Vielseitig, Texte, Bilder, Websuche | Themen, Titel, Social-Media-Posts, Grafiken |
| Claude | Lange Texte, natürlicher Schreibstil | Shownotes und Zusammenfassungen aus langen Transkripten |
| Gemini | Verbunden mit Google Docs und Gmail | Wenn du ohnehin in Google Workspace arbeitest |
| Perplexity | Recherche mit Quellenangaben | Fakten prüfen, Gäste und Themen recherchieren |
| OpusClip | Kurze Clips aus langen Videos | Clips für Instagram, TikTok und YouTube Shorts |
Alle Tools haben kostenlose Versionen mit Einschränkungen, für mehr Funktionen brauchst du ein Abo. Stand Oktober 2026.
Bei Studio M nutzen mein Team und ich Claude, ChatGPT und OpusClip, und welches Tool wir nehmen, hängt immer davon ab, was wir haben wollen. Alle haben ihre Stärken und Schwächen. Claude und ChatGPT sind zum Beispiel beide gut im Gestalten, liefern aber ganz unterschiedliche Designs. Am Ende ist vieles persönliche Vorliebe. Probier deshalb ruhig mehrere Tools mit demselben Prompt aus und schau, welches Ergebnis dir mehr liegt.
So ist ein guter Prompt aufgebaut
Ein Prompt ist die Anweisung, die du der KI gibst. Je genauer sie ist, desto besser das Ergebnis. „Schreib mir Shownotes“ liefert austauschbaren Text. Ein guter Prompt sagt der KI, wer sie sein soll, was sie tun soll, für wen, mit welchen Informationen und in welchem Format.
Bewährt haben sich sechs Bausteine. Eine Rolle, die die KI einnimmt, die Aufgabe, die einzelnen Arbeitsschritte, Kontext und Einschränkungen, Beispiele und das gewünschte Format der Ausgabe. Nicht jeder Prompt braucht alle sechs, aber je mehr davon drin sind, desto weniger musst du hinterher nachbessern.
Zwei Kniffe machen den größten Unterschied. Lass die KI vor der eigentlichen Arbeit nachdenken, zum Beispiel erst analysieren und dann schreiben. Und lass sie ihr Ergebnis vor der Ausgabe selbst gegen deine Kriterien prüfen. Beides ist in jeden Prompt unten schon eingebaut.
KI-Prompts für jeden Schritt deiner Folge
Die folgenden Prompts sind keine Einzeiler. Jeder hat einen festen Block für deine Angaben, eine klare Reihenfolge, in der die KI denken soll, Qualitätskriterien und am Ende eine Selbstprüfung, bevor sie dir das Ergebnis zeigt. Das kostet beim ersten Mal ein paar Minuten, liefert aber Ergebnisse, die du fast direkt verwenden kannst.
Ersetze alles in eckigen Klammern durch deine Angaben. Je konkreter du den Kontext füllst, desto besser wird das Ergebnis. Wenn du den Bonus am Ende nutzt, musst du den Kontext nur einmal hinterlegen.
1. Themen für neue Folgen finden
Die meisten Themenlisten aus der KI sind austauschbar, weil sie aus Sicht des Podcasters gedacht sind. Dieser Prompt lässt die KI zuerst die Fragen deiner Kunden entlang ihres Wegs zu dir sammeln und daraus Themen ableiten, die zu deinem Angebot führen.
Prompt
Du bist Chefredakteur eines erfolgreichen Business-Podcasts und denkst wie ein Stratege, nicht wie ein Ideengenerator. ## Kontext Podcast: [Name, worum es geht] Zielgruppe: [wer genau, in welcher Situation, mit welchem Ziel] Mein Angebot: [was ich verkaufe, für wen, zu welchem Preis grob] Fragen, die mir Kunden und Interessenten wirklich stellen: [3 bis 10 echte Fragen] Bisherige Folgen: [Titel der letzten Folgen oder „keine“] ## Vorgehen 1. Beschreibe in 5 Sätzen, was meine Zielgruppe nachts wach hält, in ihren eigenen Worten. 2. Ordne ihre Fragen drei Phasen zu: Problem spüren, Lösungen vergleichen, Entscheidung treffen. 3. Entwickle daraus 15 Folgenideen, mindestens 4 pro Phase. 4. Streiche alle Ideen, die so oder ähnlich in fast jedem Podcast meiner Branche vorkommen, und alle, die meine bisherigen Folgen wiederholen. ## Für jede verbleibende Idee Arbeitstitel, die eine Frage, die die Folge beantwortet, eine zugespitzte These, mit der ich Stellung beziehe, und warum diese Folge Hörer näher an mein Angebot bringt. ## Ausgabe Eine Tabelle mit den Spalten Phase, Arbeitstitel, Frage, These, Bezug zum Angebot, Bewertung von 1 bis 5. Darunter deine Top 3 mit je einem Satz Begründung. ## Prüfung vor der Ausgabe Würde ein Hörer aus meiner Zielgruppe bei diesem Titel denken „Das betrifft genau mich“? Wenn nicht, schärfe ihn nach. Erfinde keine Zahlen oder Studien.
2. Gäste recherchieren und anschreiben
Für die Recherche ist Perplexity stark, weil es Quellen nennt. Der entscheidende Teil dieses Prompts ist die Regel, nichts zu erfinden. Prüf trotzdem jeden Namen selbst, bevor du jemanden anschreibst.
Prompt
Du recherchierst Interviewgäste für meinen Podcast und arbeitest wie ein sorgfältiger Journalist. ## Kontext Podcast und Zielgruppe: [kurz beschreiben] Thema der geplanten Folge: [Thema] Gesucht wird: [zum Beispiel Praktikerin aus dem Mittelstand, Gründer, Expertin mit eigener Methode] Region und Sprache: [zum Beispiel deutschsprachiger Raum] Lieber nicht: [zum Beispiel reine Speaker ohne Praxis, direkte Wettbewerber] ## Aufgabe 1. Finde 8 Personen, die in den letzten 12 Monaten öffentlich zu diesem Thema gesprochen oder geschrieben haben. 2. Nenne zu jeder Person die Quelle mit Link und Datum. Findest du keine Quelle, lass die Person weg. Erfinde niemals Namen, Positionen oder Zitate. 3. Bewerte jede Person von 1 bis 5 nach Passung zu meiner Zielgruppe und nach dem, was sie Neues beitragen kann. Reichweite ist zweitrangig. ## Einladung Schreib für die zwei Personen mit der höchsten Bewertung je eine Einladung, höchstens 120 Wörter. Der erste Satz bezieht sich konkret auf etwas, das die Person gesagt oder geschrieben hat. Erkläre in einem Satz, warum gerade ihre Sicht für meine Hörer wertvoll ist, und nenne Aufwand und Ablauf, zum Beispiel 45 Minuten remote. Kein Lob in Floskeln, keine Übertreibungen, Du- oder Sie-Form passend zur Person. ## Ausgabe Tabelle mit Name, Position, Quelle mit Datum, Bewertung, Begründung. Darunter die zwei Einladungen mit je zwei Betreffzeilen.
3. Interviewfragen vorbereiten
Gute Interviews haben einen Bogen und leben von Nachfragen. Dieser Prompt baut die Fragen wie eine Dramaturgie auf, liefert zu jeder Frage die passende Nachfrage und vermeidet, was dein Gast schon überall erzählt hat.
Prompt
Du bist ein erfahrener Interviewer, bekannt dafür, Gästen Geschichten zu entlocken, die sie so noch nirgends erzählt haben. ## Kontext Gast: [Name, Position, was sie oder er macht] Material über den Gast: [Website-Text, LinkedIn-Profil, Links zu anderen Interviews oder Transkripte] Thema der Folge: [Thema] Meine Hörer: [Zielgruppe und was sie nach der Folge können oder wissen sollen] Länge des Gesprächs: [zum Beispiel 40 Minuten] ## Vorgehen 1. Fasse in 5 Stichpunkten zusammen, was der Gast in anderen Interviews schon oft erzählt hat. Diese Themen fragst du nicht noch einmal direkt ab. 2. Finde 3 Spannungsfelder, also Stellen, an denen der Gast etwas anders sieht oder macht als die Mehrheit. 3. Baue das Gespräch in vier Teilen auf: Einstieg mit einer konkreten Szene, Problem, Wendepunkt, Lösung und konkreter Rat. ## Fragen Schreib 12 offene Fragen. Zu jeder Frage notierst du das Ziel der Frage und eine Nachfrage für den Fall, dass die Antwort an der Oberfläche bleibt, zum Beispiel „Kannst du einen konkreten Fall erzählen?“ oder „Was hast du danach anders gemacht?“. Mindestens eine Frage bittet um eine Zahl oder ein messbares Ergebnis, eine Frage spricht einen Fehler oder Irrtum an, eine Frage stellt eine Gegenposition zur Diskussion. Verboten sind Standardfragen wie „Wie bist du dazu gekommen?“ oder „Was ist dein Tipp für unsere Hörer?“ in dieser Form. ## Ausgabe Die Fragen in Gesprächsreihenfolge, jeweils mit Ziel und Nachfrage. Markiere die zwei Fragen, die am ehesten einen echten Aha-Moment auslösen. Zum Schluss eine Abschlussfrage, die einen konkreten nächsten Schritt für die Hörer liefert.
4. Titel für deine Folge
Ein Titel muss in Spotify und Apple Podcasts gefunden werden und gleichzeitig zum Klicken bringen. Dieser Prompt analysiert erst die Folge, schreibt dann Titel nach unterschiedlichen Mustern und bewertet sie selbst.
Prompt
Du bist Spezialist für Podcast-Titel, die gefunden und geklickt werden. ## Kontext Transkript oder Zusammenfassung: [einfügen] Zielgruppe: [wer] Wonach meine Zielgruppe vermutlich sucht: [2 bis 3 Begriffe, falls bekannt] ## Analyse zuerst Nenne das Kernversprechen der Folge in einem Satz, die überraschendste Aussage im Gespräch als Zitat und den Suchbegriff, den ein Hörer am ehesten eintippen würde. ## Titel Schreib 12 Titel mit höchstens 60 Zeichen, je drei nach diesen Mustern: Frage, die die Zielgruppe sich selbst stellt. Konkretes Ergebnis oder Zahl. Zugespitzte These oder Widerspruch zur gängigen Meinung. Überraschende Aussage aus der Folge. Der wichtigste Begriff steht möglichst in den ersten 30 Zeichen, weil Apps Titel abschneiden. Keine Wörter wie „ultimativ“, „krass“, „Geheimnis“, keine Großbuchstaben zur Betonung, keine Folgennummer im Titel. ## Bewertung Bewerte jeden Titel von 1 bis 5 für Klarheit, Neugier und Auffindbarkeit. Empfiehl die besten drei und begründe in einem Satz, warum.
5. Shownotes aus dem Transkript
Für Shownotes brauchst du ein Transkript deiner Folge. Das bekommst du zum Beispiel direkt aus Riverside oder aus vielen Schnittprogrammen. Lange Transkripte verarbeitet Claude besonders gut. Wichtig in diesem Prompt ist die Regel, dass die KI nichts dazudichtet.
Prompt
Du schreibst Shownotes, die neugierig machen, gut lesbar sind und in Podcast-Apps gefunden werden. ## Kontext Transkript mit Zeitmarken: [einfügen] Podcast und Zielgruppe: [kurz] Wohin die Hörer danach sollen: [Link, Angebot oder Newsletter] Wichtiger Suchbegriff: [falls bekannt] ## Aufbau 1. Hook in zwei Sätzen. Die ersten 150 Zeichen müssen allein funktionieren, weil Apps nur so viel anzeigen. Sag, welches Problem die Folge löst und für wen sie ist. 2. Drei bis fünf Kernaussagen, jede mit einem konkreten Detail aus dem Gespräch, keine allgemeinen Sätze. 3. Kapitel mit Zeitmarken. Nutze nur Zeitmarken, die im Transkript stehen, und erfinde keine. 4. Erwähnte Bücher, Tools und Links, aber nur, wenn sie im Gespräch wirklich genannt werden. 5. Kurzer Satz zum Gast mit Hinweis, wo man ihn findet. 6. Ein Satz mit Aufforderung zu [Link oder Angebot]. ## Regeln Du-Form, im Ton des Gesprächs. Keine Floskeln wie „In dieser spannenden Folge“ oder „Freu dich auf“. Den Suchbegriff natürlich im Hook und einmal weiter unten verwenden. Erfinde keine Aussagen, Zahlen oder Namen. Wenn im Transkript etwas unklar ist, zum Beispiel ein Name, markiere es mit [PRÜFEN]. ## Ausgabe Version 1 als reiner Text für Spotify und Apple Podcasts. Version 2 für die Website mit zwei Zwischenüberschriften.
6. Clips und Social-Media-Posts
Für Videoclips nutzen wir OpusClip, das die stärksten Momente automatisch schneidet. Dieser Prompt hilft dir, die Vorschläge zu prüfen, eigene Momente zu finden und die Texte dazu zu schreiben, die zur jeweiligen Plattform passen.
Prompt
Du bist Social-Media-Redakteur für Podcasts und weißt, dass ein Clip in den ersten drei Sekunden gewinnt oder verliert. ## Kontext Transkript mit Zeitmarken: [einfügen] Zielgruppe: [wer] Plattformen: [zum Beispiel LinkedIn, Instagram, YouTube Shorts] ## Clips Finde die 6 stärksten Momente für Clips von 30 bis 60 Sekunden. Ein guter Moment ist ohne Vorwissen verständlich, beginnt mit einem starken Satz und enthält eine überraschende Aussage, einen konkreten Tipp oder eine Emotion. Für jeden Clip: Start- und Endzeit aus dem Transkript, der erste Satz, eine Textzeile fürs Video mit höchstens 6 Wörtern und ein Satz, warum der Moment funktioniert. ## LinkedIn-Post zum besten Moment Erste Zeile als Hook, die ohne „Mehr anzeigen“ neugierig macht. Danach eine kurze Geschichte oder Beobachtung aus der Folge, eine klare Erkenntnis und eine Frage an die Leser. Höchstens 1.300 Zeichen, keine Hashtag-Ketten, höchstens drei Hashtags am Ende. ## Instagram Drei Hooks für Reels, jeweils höchstens 10 Wörter, und eine Caption mit höchstens 400 Zeichen. ## Prüfung vor der Ausgabe Streiche jeden Clip, der nur funktioniert, wenn man die ganze Folge kennt. Erfinde keine Aussagen, nutze nur, was im Transkript steht.
7. Newsletter zur Folge
Ein Newsletter, der nur „Neue Folge ist online“ meldet, wird nicht geöffnet. Dieser Prompt macht aus der Folge eine kleine eigenständige Geschichte mit einem echten Nutzen für den Leser.
Prompt
Du schreibst Newsletter, die gern gelesen werden, weil sie persönlich sind und einen echten Nutzen haben. ## Kontext Shownotes oder Transkript: [einfügen] Mein Schreibstil: [zum Beispiel direkt, persönlich, mit Humor, Beispieltext einfügen] Link zur Folge: [Link] ## Aufbau 1. Einstieg mit einer persönlichen Beobachtung, einer kleinen Szene oder einer Frage, die zur Folge hinführt. Nicht mit „In der neuen Folge“ beginnen. 2. Eine einzige zentrale Erkenntnis aus der Folge, verständlich auch ohne die Folge gehört zu haben. 3. Ein konkreter Schritt, den der Leser heute umsetzen kann. 4. Überleitung zur Folge mit dem Versprechen, was er dort zusätzlich erfährt, und dem Link. ## Regeln Höchstens 220 Wörter, kurze Absätze, Du-Form, kein Verkaufsdruck. ## Ausgabe Den Newsletter, dazu 5 Betreffzeilen mit höchstens 45 Zeichen und zu jeder eine Vorschauzeile mit höchstens 90 Zeichen. Markiere die Betreffzeile, die du für die stärkste hältst.
Was KI in deinem Podcast nicht kann
KI schreibt schnell, aber sie weiß nichts über deine Kunden, deine Erfahrungen und deine Meinung, außer du sagst es ihr. Genau das macht deinen Podcast aber aus. Wer Folgen komplett von KI planen lässt, bekommt austauschbare Inhalte, und die hört niemand gern.
Außerdem erfindet KI manchmal Fakten, Zahlen und sogar Personen. Prüf deshalb alles, was du veröffentlichst, vor allem Namen, Zahlen und Zitate. Nutze KI als Assistenz, die dir Vorarbeit abnimmt, und nicht als Ersatz für dein eigenes Denken. Wie du Abläufe rund um deinen Podcast automatisierst, steht im Beitrag zur Podcast-Automatisierung mit KI.
Datenschutz bei KI-Tools
Was du in ein KI-Tool eingibst, verlässt deinen Rechner. Gib deshalb keine vertraulichen Informationen über Kunden oder Gäste ein, die nicht ohnehin öffentlich sind, und frag deine Gäste, bevor du ihr Transkript verarbeitest. Prüf außerdem in den Einstellungen deines Tools, ob deine Eingaben zum Training der KI verwendet werden, und schalte das aus, wenn du das nicht möchtest.
Bonus
Dein dauerhafter Podcast-Assistent
Der größte Zeitfresser beim Prompten ist, der KI jedes Mal neu zu erklären, wer du bist, für wen dein Podcast ist und wie du klingst. Das musst du nicht. In ChatGPT und Claude kannst du ein Projekt anlegen und dort einmal alles über deinen Podcast hinterlegen. Jeder Chat in diesem Projekt kennt diese Informationen dann automatisch.
So gehst du vor. Leg ein Projekt mit dem Namen deines Podcasts an und füge in die Projektanweisungen einen Text wie diesen ein. Lade außerdem zwei, drei deiner besten Shownotes und Titel als Beispiele hoch.
Projektanweisung
Du bist der feste Redaktionsassistent für meinen Podcast [Name]. Alle Antworten in diesem Projekt beziehen sich auf diesen Podcast. ## Podcast Worum es geht: [2 bis 3 Sätze] Rhythmus und Format: [zum Beispiel jeden Dienstag, 30 Minuten, Solo und Interviews] Ziel des Podcasts: [zum Beispiel Vertrauen aufbauen und Erstgespräche gewinnen] ## Zielgruppe Wer: [Beruf, Situation, Lebensphase] Größtes Problem: [in ihren Worten] Typische Einwände: [zum Beispiel keine Zeit, zu teuer, funktioniert bei mir nicht] Wie sie sprechen: [Begriffe und Formulierungen, die sie selbst benutzen] ## Mein Angebot und meine Haltung Angebot: [was, für wen] Wofür ich stehe: [2 bis 3 Überzeugungen] Wogegen ich bin: [zum Beispiel Hype, schnelle Versprechen] ## Ton So klinge ich: [zum Beispiel direkt, persönlich, mit trockenem Humor, Du-Form] Diese Wörter und Floskeln benutze ich nie: [Liste] Formales: [zum Beispiel keine Emojis, keine Gedankenstriche, kurze Absätze] ## Arbeitsweise Orientiere dich an den hochgeladenen Beispielen für Shownotes, Titel und Posts. Wenn dir für eine Aufgabe wichtige Informationen fehlen, stelle zuerst bis zu drei Rückfragen. Erfinde keine Fakten, Zahlen, Namen oder Zitate. Was du nicht sicher weißt, markierst du mit [PRÜFEN]. Prüfe jedes Ergebnis vor der Ausgabe, ob es nach mir klingt und meiner Zielgruppe wirklich hilft, und verbessere es, falls nicht.
Ab jetzt reicht im Projekt ein kurzer Satz wie „Schreib Shownotes zu diesem Transkript“, und das Ergebnis klingt nach dir. Das kostet dich einmal eine halbe Stunde und spart dir bei jeder Folge Zeit.
Fazit zu KI-Prompts für Podcaster
KI nimmt dir rund um deinen Podcast viel Arbeit ab, von Themen und Interviewfragen bis zu Shownotes, Titeln und Social-Media-Posts. Entscheidend ist ein guter Prompt mit Rolle, Aufgabe, Kontext und Format, und dass du die Ergebnisse prüfst und mit deiner eigenen Erfahrung anreicherst. Welches Tool du nimmst, ist zweitrangig und am Ende Geschmackssache.
Wenn du nicht bei null anfangen willst, findest du im Blueprint und den Prompt-Kits die Vorlagen, mit denen meine Kunden Reichweite und Sichtbarkeit aufbauen.
Häufige Fragen zu KI im Podcast
ChatGPT kann dir Themen, Skripte, Interviewfragen, Shownotes und Social-Media-Texte schreiben. Den Podcast selbst, also deine Stimme, deine Erfahrung und das Gespräch mit Gästen, ersetzt es nicht. Am meisten bringt KI als Assistenz rund um die Aufnahme.
Das hängt vom Einsatzzweck ab. ChatGPT ist vielseitig, Claude stark bei langen Transkripten, Perplexity bei Recherche mit Quellen und OpusClip bei kurzen Videoclips. Probier denselben Prompt in zwei Tools aus und nimm das, dessen Ergebnis dir besser gefällt.
Ein Prompt ist die Anweisung, die du einer KI gibst. Ein guter Prompt nennt Rolle, Aufgabe, Kontext und das gewünschte Format der Antwort. Je genauer er ist, desto weniger musst du hinterher nacharbeiten.
Ja, KI kann dir eine Gliederung oder ein ganzes Skript schreiben. Lies es aber nicht einfach ab. Ein Podcast lebt davon, dass du frei sprichst und eigene Beispiele einbringst. Nutze das Skript als roten Faden.
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