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Podcast-Hosting-Anbieter im Vergleich.

RSS-Feed eines Podcast-Hosters verteilt den Podcast an Spotify, Apple Podcasts, YouTube und weitere Plattformen

Welcher Hoster zu dir passt, was er kostet und auf welche Plattformen dein Podcast gehört

Ohne Hoster kein Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube. Vom Hoster hängt ab, welche Zahlen du siehst, wie dein Video auf die Plattformen kommt und was du jeden Monat zahlst.

Die kurze Antwort lautet so. Für die meisten Business-Podcasts im deutschsprachigen Raum reicht ein deutscher Hoster ab ca. 9 € im Monat. Mein Team und ich nutzen für unsere Kunden am liebsten LetsCast.fm, weil dort jeder Tarif alle Funktionen hat. Soll dein Video mit einem Upload auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts landen, ist Podigee stärker. Wer nichts zahlen will, nimmt Spotify for Creators und lebt mit dessen Grenzen.

Bonus

Und ganz am Ende wartet ein Bonus auf dich.

Wie du den Hoster wechselst, ohne einen einzigen Abonnenten zu verlieren, mit allem, was bei Apple, Spotify und YouTube zu tun ist.

Was macht ein Podcast-Hoster?

Ein Podcast ist kein Upload bei Spotify, sondern ein RSS-Feed. Das ist eine Datei mit allen Folgen, Titeln, Beschreibungen und Links zu den Audiodateien. Spotify, Apple Podcasts, YouTube und alle anderen Apps lesen sie regelmäßig aus und zeigen neue Folgen automatisch an. Der Hoster macht daraus ein funktionierendes System.

  • Speichern und ausliefern. Deine Dateien liegen auf seinen Servern und kommen schnell bei den Hörern an, egal wie viele gleichzeitig hören.
  • Den Feed erzeugen. Du lädst eine Folge hoch, der Hoster schreibt den Feed. Den reichst du einmal bei den Plattformen ein, danach läuft alles automatisch.
  • Zählen. Der Hoster misst jeden Abruf, filtert Bots heraus und zeigt dir Folgen, Apps und Länder. Was die Zahlen bedeuten, steht im Beitrag Podcast-Statistiken verstehen.
  • Player und Extras. Ein Player für deine Website, oft eine Podcast-Seite, Kapitelmarken, Transkripte, private Podcasts für Mitarbeiter.

Auf dem eigenen Server zu hosten lohnt sich für fast niemanden. Bandbreite, Ausfälle und eine Zählweise, der die Branche vertraut, wären dann dein Problem.

Kostenlos oder bezahlt hosten?

Der wichtigste Gratis-Hoster ist Spotify for Creators, früher Anchor. Er kostet nichts, hat kein Speicherlimit, nimmt Audio und Video an und liefert einen RSS-Feed, über den dein Podcast auch auf Apple Podcasts, YouTube und in allen anderen Apps landet. Die Grenzen solltest du kennen.

  • Ausführliche Zahlen nur für Spotify. Wiedergaben, Hördauer und Zuschauerdaten gibt es nur für Spotify selbst, aus allen anderen Apps siehst du nur Downloads.
  • Keine fremden Statistik-Dienste. Ein unabhängiger Messdienst wie OP3 lässt sich nicht einbinden.
  • Video nur auf Spotify. Alle anderen Apps bekommen die Tonspur, auf YouTube lädst du das Video separat hoch.
  • Abhängigkeit. Spotify kann Konten bei Verstößen gegen die Richtlinien sperren, und das Werbegeschäft rund um deinen Podcast läuft über Spotify.

Richtig gut ist Spotify for Creators für Podcasts, die abgeschlossen sind oder nur noch als Archiv online bleiben sollen. Du lädst die Folgen einmal hoch, und der Podcast bleibt auf allen Plattformen hörbar, ohne monatliche Kosten.

Ein bezahlter Hoster misst dagegen alle Apps nach demselben Maßstab in einer Oberfläche und lässt dich frei entscheiden, welche Dienste du zusätzlich anbindest. Gratis-Tarife anderer Hoster, etwa Podigee Launch mit 60 Minuten Audio insgesamt oder Acast Starter mit fünf Folgen, taugen nur zum Ausprobieren.

Worauf es bei der Wahl ankommt

  • Preismodell. Abgerechnet wird nach Downloads, nach hochgeladenen Stunden oder nach Funktionen. Bei Tarifen nach Funktionen fehlt im kleinsten Paket oft ein Teil der Statistik oder der Video-Export.
  • Statistik. Wie lange bleiben die Zahlen gespeichert, werden Bots gefiltert, und kannst du OP3 dazuschalten? OP3 ist ein kostenloser, offener Dienst, der deine Downloads unabhängig vom Hoster zählt.
  • Video. Nur manche Hoster bringen dein Video selbst auf die Plattformen, die Listen findest du unten. Apple Podcasts zeigt seit Februar 2026 Video, aber nur von ausgewählten Hostern.
  • Datenschutz. Sitz und Server in Deutschland oder der EU und ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Für Unternehmen, Praxen und Berater oft das entscheidende Argument. Bei US-Hostern landen die Daten deiner Hörer in einem Drittland.
  • Umzug. Importiert der Hoster deinen bestehenden Podcast, und setzt er eine Weiterleitung, wenn du gehst? Ohne Weiterleitung verlierst du Abonnenten.

Die wichtigsten Podcast-Hoster im Vergleich

Für den deutschsprachigen Raum sind diese fünf Anbieter am interessantesten.

Sitz und ServerPreisAbrechnungBesonders
LetsCast.fmHamburg, Server in Deutschlandab ca. 9 €/Monat oder 89 €/Jahrnach Downloads, 5.000 bis 100.000 im Monatalle Funktionen in jedem Tarif, OP3 per Häkchen
PodigeeBerlin, Server in Deutschland und der EUab ca. 19 €/Monat oder 210 €/Jahr, Testtarif kostenlosnach Funktionen und HörerzahlVideo auf alle großen Plattformen, Statistik im Einstiegstarif nur 90 Tage
podcaster.deBerlin, Hosting in Deutschlandab ca. 5 €/Monatnach Upload, 250 MB (ca. 5 Stunden) im Monatsehr günstig, Downloads unbegrenzt
AudiorellaServer in Deutschland und der EUab ca. 12 €/Monat bei jährlicher Zahlungnach Downloads, ab 25.000 im Monat14 Tage kostenlos testen
Spotify for CreatorsSchwedenkostenloskeineausführliche Zahlen nur für Spotify, kein OP3

Preise ungefähr und ohne Mehrwertsteuer, laut den Anbieterseiten, Stand Oktober 2026. Was ein Podcast insgesamt kostet, steht im Beitrag Was kostet ein Podcast?

Reine Audio-Hoster und Hoster mit Video

YouTube nimmt deinen Podcast von jedem Hoster per RSS-Feed an, allerdings nur als Ton mit Standbild. Echtes Video bringen nur manche Hoster selbst auf die Plattformen. Bei allen anderen lädst du das Video zusätzlich von Hand hoch, auf YouTube und in Spotify for Creators. Wie das auf YouTube geht, zeige ich im Beitrag Podcast auf YouTube hochladen.

Hoster, die dein Video verteilen

  • Podigee. Ein Upload für YouTube, Spotify und Apple Podcasts, ab dem Starter-Tarif für ca. 19 € im Monat.
  • Acast. Video auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts in einem bezahlten Tarif. Sitz in Schweden.
  • Buzzsprout. Video auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts, ab ca. 30 $ im Monat. Sitz in den USA.
  • podcaster.de. Video-Dateien im Feed, laut eigener Angabe für Apple Podcasts, Spotify und YouTube. Wegen des Speicherbedarfs empfiehlt podcaster.de mindestens das Maxi-Paket für ca. 20 € im Monat.
  • Spotify for Creators. Video nur auf Spotify.

Reine Audio-Hoster

  • LetsCast.fm. Video-Dateien kannst du nicht hochladen. Das Video lädst du selbst bei YouTube und in Spotify for Creators hoch, der Ton läuft über den Feed überallhin.
  • Audiorella. Auf YouTube landet dein Podcast mit Cover oder animierter Tonspur, echtes Video verteilt Audiorella nicht.

Welchen Hoster wir empfehlen

Für unsere Kunden setzen mein Team und ich am liebsten auf LetsCast.fm.

  • Jeder Tarif hat alles. Die Pakete unterscheiden sich nur in der Zahl der Downloads, die volle Statistik hast du schon im kleinsten. Bei Podigee reicht sie im Einstiegstarif nur 90 Tage zurück.
  • Offen für unabhängige Zahlen. OP3 schaltest du bei LetsCast mit einem Häkchen dazu. Podigee hat uns auf Nachfrage bestätigt, dass OP3 dort nicht möglich ist, weil es kostenlos liefern würde, was Podigee in höheren Tarifen anbietet.
  • Fair und klein. Ein kleines deutsches Team, Entwicklung und Server in Deutschland, und der Preis steigt erst, wenn dein Podcast wirklich wächst.

Die Lücke ist Video. Das lädst du bei LetsCast selbst auf YouTube und Spotify hoch. Das ist etwas mehr Handarbeit, dafür bekommt das YouTube-Video ein eigenes Thumbnail und Kapitel, so wie YouTube es braucht.

  • Podigee passt besser, wenn dein Video mit einem Upload auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts soll oder du Werbung automatisch einspielen willst.
  • podcaster.de passt, wenn du wenig produzierst und den günstigsten deutschen Hoster suchst.
  • Spotify for Creators passt, wenn du nichts zahlen willst oder einen abgeschlossenen Podcast dauerhaft online halten möchtest.

Auf diesen Plattformen muss dein Podcast sein

Selbst einreichen musst du deinen Feed nur bei wenigen Plattformen. Danach holen sie jede neue Folge automatisch, und viele kleinere Apps übernehmen deinen Podcast aus dem Verzeichnis von Apple oder dem offenen Podcast Index.

  • Spotify. Rund die Hälfte der Podcast-Hörer in Deutschland nutzt Spotify laut Statista. Den Feed meldest du über Spotify for Creators an, auch wenn du woanders hostest.
  • YouTube und YouTube Music. Rund 43 Prozent hören in Deutschland Podcasts auf YouTube. Den Feed reichst du in YouTube Studio ein.
  • Apple Podcasts. Auf jedem iPhone vorinstalliert, eingereicht über Apple Podcasts Connect.
  • Amazon Music. Wichtig für alle, die über Alexa und Echo-Lautsprecher hören.
  • Weitere Apps. Deezer, RTL+, Podimo, Pocket Casts, Overcast, Podcast Addict und fyyd. Prüf kurz, ob du gelistet bist, die meisten Hoster haben dafür Anleitungen.

Google Podcasts und Stitcher kannst du streichen. Google hat seinen Podcast-Dienst im Juni 2024 eingestellt und verweist auf YouTube Music, Stitcher gibt es seit August 2023 nicht mehr.

Bonus

Hoster wechseln, ohne Abonnenten zu verlieren

Deine Abonnenten folgen nicht deinem Hoster, sondern deinem Feed. Beim Umzug leitet der alte Feed deshalb alle Apps auf den neuen um. Richtig gemacht, merken deine Hörer nichts.

Schritt 1, beim neuen Hoster einziehen

  • Folgen importieren. Gute Hoster holen deinen kompletten Podcast mit einem Klick aus dem alten Feed, mit Cover, Shownotes und allen Folgen.
  • Kennungen behalten. Jede Folge hat im Feed eine eindeutige Kennung, die GUID. Ändert sie sich, tauchen Folgen in den Apps doppelt auf. Seriöse Importer übernehmen sie, frag im Zweifel den Support.
  • E-Mail-Adresse prüfen. Im neuen Feed muss deine Adresse stehen, Apple, Spotify und YouTube schicken Bestätigungscodes dorthin.

Schritt 2, den alten Feed umleiten

  • 301-Weiterleitung setzen. Beim alten Hoster trägst du die Adresse des neuen Feeds als Weiterleitung ein. Bei Spotify for Creators geht das nur im Browser unter Einstellungen, „Podcast weiterleiten“, manche Hoster erledigen es nur über den Support.
  • Apple und Spotify ziehen automatisch um. Beide folgen der Weiterleitung, deine Follower bleiben. Laut Apple sollte die Weiterleitung mindestens vier Wochen bestehen, bei Spotify dauert es bis zu sieben Tage.

Schritt 3, YouTube und den Rest nachziehen

  • YouTube prüfen. In YouTube Studio unter Inhalte, Podcasts, Details siehst du, welcher Feed verbunden ist. Kommen neue Folgen nicht an, trennst du den alten Feed und reichst den neuen ein. Wähl dabei nur neue Folgen, sonst lädt YouTube deine alten Folgen ein zweites Mal hoch.
  • Website und Links. Tausch den Player auf deiner Website und alle Links, die direkt auf den alten Feed zeigen.
  • Statistiken sichern. Deine alten Zahlen ziehen nicht mit um. Exportier sie vor der Kündigung.

Schritt 4, erst dann kündigen

Kündige frühestens nach vier Wochen und erst, wenn neue Folgen überall ankommen. Viele Hoster schalten mit der Kündigung den Feed ab, und mit ihm die Weiterleitung. Wer zu früh kündigt, verliert genau die Abonnenten, die er mitnehmen wollte.

Fazit zu Podcast-Hosting-Anbietern

Für die meisten Business-Podcasts im deutschsprachigen Raum ist ein deutscher Hoster ab ca. 9 € im Monat die richtige Wahl, mit voller Statistik und Servern in Deutschland. Wir setzen auf LetsCast.fm. Wer Video automatisch überallhin verteilen will, nimmt Podigee, wer nichts zahlen will, Spotify for Creators. Und weil ein Umzug mit Weiterleitung jederzeit möglich ist, legst du dich nicht für immer fest.

Häufige Fragen

Ein Podcast-Hoster speichert deine Folgen, erzeugt daraus den RSS-Feed und zählt die Abrufe. Über diesen Feed holen sich Spotify, Apple Podcasts, YouTube und alle anderen Apps deine Folgen automatisch.

Ja, mit Spotify for Creators. Es kostet nichts und verteilt deinen Podcast per RSS-Feed an alle Plattformen. Ausführliche Zahlen gibt es aber nur für Spotify, Video läuft nur dort, und fremde Statistik-Dienste lassen sich nicht einbinden.

Deutsche Hoster kosten für einen normalen Business-Podcast ca. 5 bis 20 € im Monat, zum Beispiel podcaster.de ab ca. 5 €, LetsCast.fm ab ca. 9 € und Podigee ab ca. 19 €. Spotify for Creators ist kostenlos.

Podigee, Acast und Buzzsprout bringen dein Video selbst auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts, podcaster.de laut eigener Angabe ebenfalls. Spotify for Creators zeigt Video nur auf Spotify. Bei reinen Audio-Hostern wie LetsCast.fm lädst du das Video selbst bei YouTube und Spotify hoch.

Ja, ohne Abonnenten zu verlieren. Du importierst deine Folgen beim neuen Hoster und richtest beim alten eine 301-Weiterleitung auf den neuen Feed ein. Apple, Spotify und die meisten Apps ziehen dann automatisch um.

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